Kosmas und Damian

Hl., sichere Nachrichten fehlen. In der östlichen Überlieferung erheben drei Zwillingspaare Anspruch auf die Namen.
K. und D. sollen als Ärzte im Süden der heutigen Türkei tätig gewesen sein und wurden durch das sog. „Beinwunder“ bekannt, bei denen es ihnen im Rahmen einer Beinamputation gelungen sein soll, das verfaulte Bein eines Weißen durch das eines verstorbenen Schwarzen zu ersetzen. Damit sollte veranschaulicht werden, dass mit Gottes Hilfe nichts unmöglich ist. K. und D. widmeten ihre ärztliche Kunst Armen wie Reichen gleichermaßen und verlangten dafür keine Bezahlung, was ihnen den Titel „heilige Geldverächter“ einbrachte.
Der römische Präfekt Lysias soll erfolglos versucht haben, K. und D. im Zuge der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian auf verschiedene Weise ermorden zu lassen. Letztlich wurden sie angeblich enthauptet, wenngleich später entstandene Varianten über ihr Leben von einem natürlichen Tod sprechen.
Die beiden Heiligen sind Schutzpatrone medizinischer Fakultäten sowie einer Vielzahl von Berufs- und Interessengruppen, wie Apotheker, Ärzte, Drogisten, Hebammen und Pharmazeuten, sowie der Kranken, Friseure und Zuckerbäcker. Zudem werden sie in Seenot, bei Geschwüren, Pferdekrankheiten und Pest angerufen.

Lit.: Wittmann, Anneliese: Kosmas und Damian: Kultausbreitung und Volksdevotion. Berlin: Schmidt, 1967.
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