Koskinomantie

Siebwahrsagung, eine bereits im Altertum bekannte Divinationsform, wobei außer dem Namen so gut wie nichts überliefert ist. Es wird lediglich berichtet, dass die K. Auskunft darüber gab, ob ein Liebender Gegenliebe fände. Sie wurde vor allem von alten Frauen ausgeübt, die mit ihrem Sieb auf dem Land umherzogen, den Hirten weissagten und Viehkrankheiten heilten. Daneben kannte man den sog. „Sieblauf“. Dabei wurde ein Sieb in die Höhe gehalten, eine Zauberformel gesprochen und der Name eines Verdächtigen genannt. Die Bewegung des Siebes verriet angeblich seine Schuld.

Lit.: Theokrit: Idyll. 3.31f. (früheste Erwähnung der K.); Bächtold-Stäubli, Hanns (Hrsg.): Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, Bd. 5. Berlin/New York: de Gruyter, 1987.

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