Korrespondenz

(Lat., Entsprechung), die Erfahrung des Menschen, dass es parallele Ereignisse ohne kausale Beziehung gibt, die aber dennoch eine Gleichartigkeit erkennen lassen. Aus solchen Erfahrungen entwickelte sich die K.lehre, in die ein kausales Element dadurch eingebracht wurde, dass man für die jeweiligen Folgeereignisse einen wirkenden wechselseitigen Einfluss annahm (ein z.B. für die Magie wichtiges Prinzip). Einen Hinweis darauf gibt Leibnizʼ Idee der prästabilierten Harmonie (in ihr löst er das Leib-Seele-Problem durch die Annahme einer vorherbestimmten Einheit). Eine moderne Differenzierung der alten Begriffe K., Sympathie und Harmonie versuchte C.G. Jung mit seiner Theorie der Synchronizität, die sich nicht auf Philosophie, sondern auf Experiment und Empirie beruft.

Lit.: Bonin, Werner F.: Lexikon der Parapsychologie und ihrer Grenzgebiete. Bern/München: Scherz, 1976.
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