Kornkreise

Bereiche eines Getreidefeldes, in denen die Kornhalme in einer regelmäßigen Weise umgeknickt, gebogen oder abgemäht wurden. Die daraus gebildeten Kreise oder komplexeren Geoglyphen sind oft nur von erhöhter Stelle oder aus der Luft erkennbar.
Zwischen 2001 und 2005 sorgte das Phänomen vor allem in England für Aufregung. Trotz strenger Quarantänevorschriften wegen der Maul- und Klauenseuche wurden 2001 in England selbst inmitten jener Felder K. entdeckt, deren Betreten unter Androhung hoher Geldstrafen untersagt war. Gleichzeitig propagierten vornehmlich amerikanische Forscher die Fälschertheorie und legten in den Feldern sogar persönlich Hand an, ohne jedoch die Qualität der sog. Originalkreise zu erreichen. So waren am 12. August 2001 selbst hartgesottene Skeptiker durch die Formation von 409 Einzelkreisen irritiert, die während der Nacht auf dem höchsten Punkt der Grafschaft Wiltshire, dem Milk Hill nahe Alton Barnes, entstanden waren. Die Formation beanspruchte eine Fläche von über 50.000 m2.
Trotz dieses außergewöhnlichen Vorkommens und keiner durchgehenden Beobachtung einer natürlichen Entstehung echter Formkreise ist die einzig derzeit nachgewiesene Form jene durch Menschenhand.

Lit.: Anderhub,Werner/Müller, Andreas: Phänomen Kornkreise: Forschung zwischen Volksüberlieferung, Grenz- und Naturwissenschaft. München: AT Verlag, Baden AG, 2005.
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