Kontinuierliches Bewusstsein

Nach Dr. Heinrich Huber (1920-2006) kommt bei der Beschreibung des Bewusstseins den verschiedenen Formen und Aspekten des Kontinuierlichen Bewusstseins (KB) des Menschen und der Menschheit besondere Bedeutung zu.
Zum besseren Verständnis dieser speziellen Form des k. B. verwies Huber zunächst auf die Formen desselben im menschlichen Leben und unterschied zwischen Wachbewusstsein, Traumbewusstsein, dem Bewusstsein des tiefen Schlafes und der Meditation. Unter den zahlreichen Einteilungen gibt es auch eine andere, die das Unbewusste, das Normalbewusste, das Überbewusste, das Christusbewusstsein und das kosmische Bewusstsein unterscheidet.
Bezüglich höherer Bewusstseinszustände ‒ Samadhi-Zustand, Ekstase, Erleuchtung, objektives oder kosmisches Bewusstsein haben die meisten Menschen jedoch keine Erfahrung. Von ihrer Existenz erfahren wir nur auf indirekte Weise durch jene, die sie erlebt haben.
Das Überzeugendste und Wunderbarste sind laut Huber die Übereinstimmung der Berichte und Aussagen der Erwachten, die das Aufflammen des inneren Lichtes, die Erleuchtung erlebt und ihre Erfahrung überlassen haben. Die gesamte menschliche Kultur ist auf die Aussagen solcher Personen zurückzuführen, die diese Bewusstseinserweiterung erlangten. Interessant ist, dass diese geistige Erleuchtung zum Erlebnis der Unsterblichkeit, zur Erkenntnis, dass alles Leben ewig und die Seele des Menschen unvergänglich ist, führt. Mit diesem Erlebnis fällt dann aber auch die Todesfurcht ab. Und hier liegt die Wurzel der Unvergänglichkeitsgewissheit, die solche Menschen letztlich so ruhig dahinleben lässt, obwohl jeder Schritt sie dem Tod näher führt, wogegen die meisten Menschen in einer erkannten oder verdrängten Todesfurcht leben.

Lit.: Huber, Heinrich: Das kontinuierliche Bewusstsein des Menschen, in: Andreas Resch: Fortleben nach dem Tode (Imago Mundi; 7). Innsbruck: Resch, 1987.
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