Kontagiöse Magie

Magische Handlung, bei der Kraft durch Berührung übertragen wird. Die k. M. beruht auf dem Grundsatz, dass etwas, das einmal in Zusammenhang gestanden hat, nach einer Trennung immer noch verbunden ist. Pars pro toto, ein Teil steht für das Ganze, z.B. abgeschnittene Nägel, Haare, das Blut eines Menschen in der Gewalt eines Schadenzauberers kann böse Folgen haben. Diese Vorstellungen beruhen auf der Annahme, dass sich in den Dingen Kräfte verbergen, die übertragbar sind.

Lit.: Habiger-Tuczay, Christa: Magie und Magier im Mittelalter. München: Diederichs, 1992.
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