Komet

Auch Schweifstern (altgriech. komētḗs, Haarstern, abgel. von kómē, Haupthaar, Mähne), kleiner Himmelskörper von meist einigen Kilometern Durchmesser, der bei einer Annäherung an die Sonne einen der Sonne abgewandten Schweif aus ionisierten Gasen und Staubteilchen bildet. K.en bewegen sich in großen elliptischen Umlaufbahnen um die Sonne und nähern sich in regelmäßigen Abständen der Erde. Oder sie tauchen auf parabolischen Bahnen aus dem Weltall auf, wohin sie wieder verschwinden. Ihr Auftauchen wurde immer wieder mit der Voraussage großer Schicksalsereignisse in Zusammenhang gebracht. Bis heute regt ihr Erscheinen Wahrsager zu entsprechenden Vorhersagen an. Völkerkundlich wird der K. in vielen Kulturen schon in der Antike und im Mittelalter als böses Omen (Hunger, Krieg, Seuchen, Weltuntergang) gedeutet. In der bildenden Kunst wird hingegen der Stern von Bethlehem häufig als K. dargestellt. In der traditionellen Astrologie spielen K.en in Bezug auf Einzelschicksale kaum eine Rolle, sondern vorwiegend bei Horoskopen für ganze Länder und Erdteile (Mundanastrologie).

Lit.: Pilz, Uwe/Leitner, Burkhard: Astro-Praxis: Kometen: eine Einführung für Hobby-Astronomen. Erlangen: Oculum-Verlag, 2013.
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