Kolomanibüchlein

Historischer Schutzbrief, Amulett zu Ehren des hl. Koloman, diente als Segens- und Gebetsbüchlein, das den Träger vor Dieben, Feuer, Unwetter und Gefahren auf Reisen schützen sollte; war vor allem in ländlichen Gebieten weit verbreitet.
Der
hl. Koloman soll ein irischer Königssohn gewesen sein, der auf einer Pilgerreise in das Heilige Land seines fremdländischen Aussehens wegen für einen Spion gehalten und Anfang des 11. Jahrhunderts bei Stockerau in Niederösterreich gefangen genommen und hingerichtet wurde. Um sein Grab sollen sich einige Wunder ereignet haben. Nach mehrmaliger Umbettung wurden die Gebeine Kolomans schließlich in der Stiftskirche Melk beigesetzt.

Lit.: Niederkorn-Bruck, Meta (Hrsg.): Ein Heiliger unterwegs in Europa: tausend Jahre Koloman-Verehrung in Melk (1014-2014). Wien: Böhlau, 2014.
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