Kollyva

(Griech.; slaw. kutija), besagt, gekochten und mit Honig gesüßten Weizen zu Heiligenfesten und zu Totengottesdiensten zur Kirche zu bringen, von Priestern segnen zu lassen und an die Anwesenden zu verteilen ‒ ein Brauch, dessen Wurzeln in vorchristliche Zeit zurückreichen. Der Weizen ist ein Zeichen für die Auferstehung der Toten (1 Kor 15,36 ff; Joh 12,24), der Honig versinnbildlicht die Süße des künftigen seligen Lebens. In der Kar-und Osterwoche sind diese Segnungen bis heute untersagt.

Lit.: Lexikon für Theologie und Kirche (LThK), Bd. 6. Freiburg i.Br.: Herder, 1997.
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