Koestler, Arthur

(* 05.09.1905 Budapest; † 03.03.1983 London), Sohn eines jüdisch-ungarischen Kaufmanns und einer Österreicherin, parapsychologischer Schriftsteller, Wissenschaftsjournalist.
K. besuchte die Oberrealschule in Baden bei Wien, 1922-26 Studium der Naturwissenschaften in Wien (Technische Hochschule); in den weiteren Jahren Auslandskorrespondent im Nahen Osten, Redakteur beim Ullstein-Verlag in Berlin; 1931 Mitglied der kommunistischen Partei, die er nach seiner Rückkehr aus Spanien 1937 wieder verließ. Im Spanischen Bürgerkrieg Korrespondent, zum Tod verurteilt und begnadigt; 1940 Übersiedlung nach England, wo er 1941/42 als Freiwilliger in der britischen Armee diente.
K. hinterließ eine testamentarische Verfügung bzgl. der hinterlassenen Erbschaft in Höhe von 400.000 £ zur Schaffung eines Lehrstuhls für Parapsychologie, der in Edinburgh errichtet wurde und seine Aktivität 1985/86 mit Prof. Robert L. Morris aufnahm.
K. starb durch Suizid.

W.: Zahlreiche literar. Werke, darunter: Der Krötenküsser (über Paul Kammerer). Wien u.a., 1972; Die Wurzeln des Zufalls (The Roots of Coincidence). München, 1972, Suhrkamp TB 181, 2. Aufl. 1977.
Lit.: Buckard, Christian: Arthur Koestler: ein extremes Leben 1905-1983. München: Beck, 2004.
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