Körperbemalung

Von den meisten Urvölkern geübte Praxis, die ursprünglich wohl nur dem Schmuck und zur Betonung des kriegerischen Aussehens diente, später aber vielfach rituelle oder symbolische Bedeutung (bei Hochzeiten, Jugendweihen, religiösen Tänzen) erhielt. Bevorzugt werden die Farben Schwarz Weiß, Rot und Ocker, wobei die Schwärzung des Gesichts Trauer zum Ausdruck brachte. Gelegentlich ist K. auch ein Alters- und Rangabzeichen. So galt z.B. in Indien die Bemalung der Stirn als Sekten- und Kastenmerkmal. Bei manchen Völkern Afrikas liegt der Sinn der Bemalung darin, die bösen Geister über die Person des Bemalten zu täuschen. Indianerstämme betrachten die Bemalung vor allem als Kriegsschmuck. Gelegentlich wird K. auch als Schutz gegen die Unbilden der Witterung und gegen Insekten angewandt.

Lit.: Becker, Udo: Lexikon der Symbole. Freiburg i.Br.: Herder, 1998.

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