Ko Hung

(284-364) einer der bedeutesten chinesischen Alchemisten und Theoretiker des Taoismus. Am besten bekannt ist er als Autor des Pao-pʼu-tzu (Buch des Meisters, der sich die Einfachheit zu eigen macht), einer Enzyklopädie der Methoden, Unsterblichkeit zu erreichen. Im esoterischen Teil beschreibt K. neben Methoden zur Erlangung der Unsterblichkeit Verfahren zur Verwandlung der äußeren Gestalt, zur Herstellung von Talismanen sowie Zaubersprüche u.Ä. Dabei verwendete er alle ihm zur Verfügung stehenden taoistischen Texte, was manche Widersprüchlichkeit der Angaben erklärt. Der exoterische Teil enthält konfuzianisches Gedankengut.
Das Verdienst von K. war es, die Unsterblichkeitslehren zu systematisieren und mit den zentralen Lehren des Konfuzianismus zu verbinden.
K. war auch ein hervorragender Arzt. So findet sich in einem seiner medizinischen Werke die erste Beschreibung der Pocken und der Papageienkrankheit.

Lit.: Lexikon der östlichen Weisheitslehren. Bern: Scherz, 1986.
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