Das Knüpfen von Knoten zu einem bestimmten magischen Zweck galt lange als Fertigkeit einer perfekten Hexe. Die Kompliziertheit eines gut gebundenen Knotens sollte die Dämonen in Verzückung versetzen. Von daher stammt die Praxis, einen Knoten in ein Taschentuch zu binden, um sich an etwas Wichtiges zu erinnern. Die Knoten ‒ so der Glaube ‒ würden den Teufel oder einen anderen bösen Geist ablenken, der darauf aus war, die betreffende Person vergessen zu lassen, woran sie sich zu erinnern suchte.
Die sog. weißen Hexen waren bekannt dafür, dass sie Warzen oder andere kranke Stellen „behandelten“, indem sie diese mit Knoten berührten und die dazu verwendete Schnur anschließend vergruben oder verbrannten.
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