Knotenexperiment

Der bekannte Leipziger Astrophysiker Friedrich Zöllner (1834-1882) unternahm als Erster eine „theoriegeleitete“ Untersuchung mediumistischer Phänomene, als er sich in den Jahren 1877/78 nicht scheute, mit dem umstrittenen amerikanischen Medium Henry Slade (1840-1905) zu experimentieren und im Herbst 1877 und Frühjahr 1878 mehrere Dutzend Sitzungen mit Slade durchführte. Unter den Manifestationen, die lebhafte Diskussionen auslösten, war u.a. das berühmte „Knotenexperiment“ vom 17. Dezember 1877. Zöllner erhielt bei dieser Gelegenheit echte Knoten in unendlichen Schnüren und in Lederstreifen, bei denen eine Vertauschung seiner Meinung nach ausgeschlossen war. Bekannt geworden ist auch sein „Ringexperiment“ vom 9. Mai 1878, in dessen Verlauf zwei auf einer Darmsaite aufgereihte Holzringe um den Fuß eines kleinen Tisches „apportiert“› worden waren.

Lit: Bauer, Eberhard: Die Welt des Paranormalen und ihre wissenschaftliche Erforschung, in: Andreas Resch: Aspekte der Paranormologie: die Welt des Außergewöhnlichen (Imago Mundi; 13). Innsbruck: Resch, 1992, S. 260.
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