Knochenorakel

Bei dieser alten Weissagemethode ritzten Priester Symbole in den Panzer eine Schildkröte oder in den sorfältig präparierten Schulterblattknochen eines Ochsen und erhitzten das Teil so lange, bis sich Sprünge zeigten.
Da Schildkröten jedoch selten und Ochsen teuer waren, blieben solche Orakel nur den Reichen vorbehalten. Es wird vermutet, dass sich das I-ching deshalb so rasch ausbreitete und sich so großer Beliebtheit erfreute, weil es eine billige und simple Alternative zum gängigen K. war. Allerdings existieren keine sicheren Quellen über die Entstehung des I-ching.

Lit.: Wahrsagungen und Prophezeiungen. Amsterdam: Time-Life Bücher, 1991.
Setze ein Lesezeichen für den Permalink.