Knoblauch

(Allium sativum L.), Pflanzenart aus der Gattung der Zwiebelgewächse (Liliaceae), heute nahezu weltweit verbreitet, als Gewürz– und Heilpflanze genutzt, für viele Tiere giftig.
K. war schon im Altertum als Nahrungs- und Heilmittel bekannt. Auch Römer und Griechen wussten um seine Heilwirkung. Andererseits wurde der K. wegen seines Geruchs aber auch von vielen gemieden. So soll sogar ein Gesetz erlassen worden sein, das den Genuss von K. vor dem Betreten des Tempels der Kybele untersagte, während das Fest der Fruchtbarkeitsgöttin Ceres wiederum mit reichlich Knoblauch begangen wurde. Die Vornehmen Roms lehnten den K. ab, die Plebejer hingegen schätzten ihn als Nahrungsmittel und setzten auf seine aphrodisierende Kraft.

Ab dem Mittelalter wurde K. dann durch den Anbau in Klöstern verbreitet. Er fand Verwendung als Amulett, als Kette um den Hals getragen, sollte er vor Vampiren und Behexung schützen. Mit einer Knoblauchknolle oder -zehe wehrte man böse Geister und den bösen Blick ab.
Die indische ayurvedische Medizin verwendet K. als Aphrodisiakum, Anregungs- und Verjüngungsmittel. Als lebensverlängerndes und tonisierendes Mittel sind K.kapseln in Asien wie im Westen gleichermaßen beliebt.
Eine Vielzahl von Untersuchungen ergab, dass die Inhaltsstoffe von K. die Blutfettwerte senken und daher vorbeugend gegen atherosklerotische Veränderungen der Blutgefäße wirken könnuen.

Lit.: Koch, H./Hahn, G.: Knoblauch: Grundlagen der therapeutischen Anwendung von Allium sativum L. München: Urban & Schwarzenberg, 1988; Schaal, Johanna: Knoblauch – eine ganz besondere Knolle. Weyarn: Seehamer, 1998; Rätsch, Christian/Müller-Ebeling, Claudia: Lexikon der Liebesmittel: pflanzliche, mineralische, tierische und synthetische Aphrodisiaka. Aarau: AT Verlag, 2003.
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