Kluski, Franek

Pseud., eigentl. Teofil Modrzejewski (*1874 Warschau; † 1944), polnischer Kaufmann, Bankbeamter, Schriftsteller in Warschau. Durch Séancen mit dem polnischen Materialisationsmedium Jan Guzyk entdeckte K. als anfänglicher Skeptiker um 1917/18 seine eigene Medialität und wurde später selbst ein Materialisationsmedium mit einem breiten Spektrum paranormaler Phänomene (Levitationen, Lichterscheinungen, Klopfgeräusche, automatisches Schreiben in Trance), wobei sich auch Tierphantome zeigten. K. stellte Wachsabdrücke von den isoliert auftretenden und sich im Raum bewegenden Phantomgliedern her. Berühmt wurde die Materialisation eines zottigen, affenartigen Wesens mit Riesenkräften 1919-1922, von ihm „Pithecanthropus“ genannt.
K. wurde im Institut Métapsychique International in Paris von mehreren Experten untersucht (so vom Dir. des Instituts, G. Geley, Charles Richet, Nicolas C. Flammarion); dort werden auch mehrere Paraffinabdrücke aufbewahrt. In Warschau nahm 1924 auch der gebürtige Pole F.W. Pawlowski, Prof. für Anatomie an der Univ. Michigan/USA, an Untersuchungen teil, worüber er in der Zeitschr. f. Parapsychologie 1926 berichtete („Die Mediumschaft des Franek Kluski“, S. 5-22).

Lit.: Geley, Gustave: Materialisations-Experimente mit M. Franek Kluski. Leipzig: O. Mutze, 1922.
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