Klöpfeln

Ein alter Brauch ist das Anklöpfeln in den Nächten der drei Donnerstage vor Weihnachten (Klöpflitage). Vermummte Gestalten zogen von Haus zu Haus und schlugen in der Tradition der Zukunftsbeschwörung gegen die Fenster, mit Glückwunschsprüchen, Lärm zur Vertreibung böser Geister und Vermummung, um für diese unkenntlich zu sein. Mancherorts gab es Perchtenläufe, um die Dämonen von den Feldern zu vertreiben. Dies wurde z.T. durch Krampuslaufen in Teufelsmasken mit Hörnern und Schellen am 5. Dezember ersetzt. Im 16. Jh. wandelte sich das K. dahingehend, dass um Gaben gebettelt wurde. Da dabei im Laufe der Zeit zunehmend Druck ausgeübt wurde, übernahmen schließlich die Kinder das Klöpfelrecht von den Erwachsenen.
Erhalten hat sich der Brauch in Österreich, in manchen Gemeinden Bayerns und Frankens und in abgewandelter Form auch in der Schweiz.

Lit.: Becker-Huberti, Manfred: Lexikon der Bräuche und Feste. Freiburg i.Br.: Herder, 2000.
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