Kledonismomantie

Auch Kledonismus (griech. kledonisma, Vorzeichen, Vorbedeutung), alte Form der Weissagung, die auf der Konnotation bestimmter Worte beruhte. Cicero stellte fest, dass die Pythagoreer sehr auf derlei Konnotationen achteten. So waren sie der Meinung, dass z.B. das Aussprechen gewisser Worte mit negativem Beigeschmack, wie Brand, Zerstörung usw., bei bestimmten Gelegenheiten äußerst ungut sei.
Nach Pausanias war K. in Smyrna sehr populär, wo die Orakel des Apollon dahingehend gedeutet wurden.

Lit.: Shepard, Leslie A. (ed.): Encyclopedia of Occultism and Parapsychology, vol. 1. Detroit: Gale Research, Inc., 1991.
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