Klartraum

Auch luzider Traum (lat. lux, lucis, Licht; engl. lucid dream), ein Traum, in dem man völlige Klarheit darüber besitzt, dass man träumt und ‒ im Vollbesitz seiner Gedächtnis-, Verstandes- und Willensfunktionen handelnd ‒ in das Traumgeschehen eingreifen kann. Paradox ausgedrückt: Man schläft (in der äußeren Welt) und wacht (in der inneren Welt) zugleich.
Wie kann man sich ein erstes Bild von einem Klartraum machen? Ganz einfach: Man schaue und höre sich um und stelle sich dabei intensiv vor, dass alles, was man wahrnimmt ‒ einschließlich des eigenen Körpers ‒ bloß erträumt ist. So echt und wirklichkeitsgetreu wie die Dinge, der Körper und der gesamte Wahrnehmungsraum sind, kann einem auch alles im K. erscheinen.
Klarträume können aber auch, wie gewöhnliche Träume, phantastische und symbolische Inhalte enthalten.

Lit.: Tholey, Paul: Der Klartraum als Weg zur schöpferischen Freiheit, in: Andreas Resch: Veränderte Bewusstseins- zustände: Träume, Trance, Ekstase (Imago Mundi; 12). Innsbruck: Resch, 1990, S. 199-242.
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