Klara von Montefalco

Klara vom Kreuz (* 1268 Montefalco, Umbrien; † 18.08.1308 ebd.), Augustinerin, Mystikerin.
K. war schon im Alter von sechs Jahren mit weiteren sechs Frauen Reklusin unter der Leitung ihrer Schwester. Die Gemeinschaft in Montefalco wurde 1290 in ein Augustinerinnenkloster umgewandelt. 1291 folgte K. ihrer Schwester im Amt der Äbtissin nach. Von 1294 an hatte sie mystische Erfahrungen und Visionen. Dabei erschien ihr der leidende Christus, weshalb man K. nachträglich den Beinamen vom Kreuz gab. Sie hatte die Gabe der Unterscheidung der Geister.
Ab 1303 begann K., eine Kirche für die Stadt Montefalco erbauen zu lassen.
K. starb am 18. August 1308. Zehn Tage nach ihrem Tod wurde ihre Brust geöffnet und man fand ihr stigmatisiertes Herz. Der unverweste Leichnam befindet sich im Augustinerinnenkloster von Montefalco.
K. wurde am 13. April 1737 von Papst Clemens XII. selig- und am 8. Dezember 1881 von Papst Leo XIII. heiliggesprochen. Ihr Gedenktag ist der 17. August. Auf die Stigmatisation der Verstorbenen geht das Eigenfest Impressio Crucifixi in corde s. Clarae des Augustinerordens am 30. Oktober zurück.

Lit.: Ulrich, Jörg: Klara von Montefalco, in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL), Bd. 17. Herzberg: Bautz, 2000.
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