Klara von Assisi

(* 1193 oder 1194 Assisi in Umbrien; † 11.08.1253 San Damiano, Assisi), Gründerin des kontemplativen Ordens der Klarissen.
In der Nacht zum Palmsonntag, 18./19. März 1212, verließ K. ihr adeliges Elternhaus und legte in der kleinen Kirche Portiunkula das Gelübde eines Lebens nach den evangelischen Räten ab. Der hl. Franziskus bekleidete sie „mit einem ärmlichen Gewand“ und schnitt ihr die Haare ab. K. widmete sich fortan der Nachfolge Christi in radikaler Armut. Bis zu ihrem Tod blieb sie in der Klausur des Klosters von San Damiano und lebte nach der von ihr 1216/17 geschriebenen Ordensregel, die nach ihren Worten darin bestand, „einfach das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus zu beachten“.
Rund zwei Jahre nach ihrem Tod, am 15. August 1255, sprach Papst Alexander IV. K. heilig. Papst Pius XII. ernannte sie am 17. Februar 1958 in einem Apostolischen Schreiben zur Schutzpatronin des Fernsehens. Ihr Gedenktag ist der 11. August.

Im haitianischen Voodoo wird K. mit dem weiblichen Geistwesen Ayizan synkretisiert und verehrt.

Lit.: Freyer, Johannes-Baptist: Klara von Assisi: ein Leben nach dem Evangelium. Werl: Dietrich-Coelde-Verlag, 1997.
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