Kispum

Altes Ritual der Totenpflege in Babylonien, das vorzugsweise an Neumond- oder Vollmondtagen durchgeführt wurde. Es diente der Besänftigung des Totengeistes durch Darbringung von Speisen und anderen Opfern, sollte aber auch den Zusammenhalt der Familie, die Ahnen eingeschlossen, stärken. Textliche Hinweise reichen bis in das 3. Jahrtausend v. Chr. zurück.

Lit.: Tsukimoto, Akio: Untersuchungen zur Totenpflege: Kispum im alten Mesopotamien. Kevelaer: Butzon und Bercker [u.a.], 1985.
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