Khu

Altes ägyptisches Wort für einen Geist, von dem man annahm, dass er den menschlichen Körper im Augenblick des Todes verließ. Der Überlieferung nach suchten die ruhelosen Geister die Familie des Verstorbenen heim und hatten die Macht, Krankheiten hervorzurufen oder sich der Körper von Tieren zu bemächtigen. Jeder, der wegen eines Verbrechens hingerichtet wurde, Selbstmord begangen hatte oder auf See ertrunken war, setzte angeblich einen besonders missgünstigen K. frei, den man sehr fürchtete. Um solche bösen Geister zu beschwichtigen, brachten ihnen die Ägypter rituelle Opfergaben in Form von Tierfleisch oder anderen hochwertigen Nahrungsmitteln dar.

Lit.: Haining, Peter: Das große Gespensterlexikon. Bindlach: Lizenzausg. f. Gondrom Verlag, 1996.
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