Kette

Als Amtskette Würdezeichen und soziales Symbol, wie bereits am Brustbild des jüdischen Hohepriesters (Ex 28,22). Eine K. symbolisiert ganz allgemein Verbundenheit (freimaurerische Symbole). Platon spricht von der Lichtk., die das Weltall festhält. Gefährliche Wesen werden in K.n gelegt. Die indische Unheilsgöttin Nirrti kettet die Menschen, die sie verderben will. Den Heiligen können K.n nichts anhaben. So wird von Petrus berichtet, wie die K.n von ihm abfielen und er ungehindert an den Wächtern vorbeiging.
Bei der libyschen Sibylle weist die zerrissene Kette auf die Überwindung des Heidentums hin. Die Gürtung und Umkettung von Kultbauten reicht in vorchristliche Zeit zurück und hat über den ex-voto-Gedanken hinaus teil an der Symbolik des Bindens und Lösens.

Lit.: Lurker, Manfred: Wörterbuch der Symbolik. Stuttgart: Kröner, 1991.
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