Katharina von Ricci

(* 25.04.1522 Florenz; † 02.02.1589), Tochter des Peter von Ricci und der Katharina Bonza, erhielt bei ihrer Taufe den Namen Alexandrina, den sie bei Ablegung der feierlichen Gelübde gegen Katharina tauschte. Da die Mutter früh starb, wurde K. von ihrer Patin und später im Kloster Monticelli in Florenz, wo ihre Tante als Nonne lebte, erzogen. In das Vaterhaus zurückgekehrt, widmete sie sich weiter der inneren religösen Bildung. Die Gefahr der Zerstreuung, der sie im Umgang mit der Welt ausgesetzt war, weckte in ihr den Entschluss, in ein Kloster einzutreten. Mit Erlaubnis des Vaters ließ sie sich mit 14 Jahren in das Dominikanerinnenkloster der Stadt Prato in der Toskana aufnehmen. Anfänglich wurde ihre Geduld durch schwere Krankheiten auf eine harte Probe gestellt. Sie blieb jedoch standhaft und bediente sich der wiedererlangten Gesundheit bei den härtesten Bußübungen. Dafür wurde sie vom Herrn auch mit hohen Gnaden belohnt. Obgleich noch sehr jung, wurde sie zur Novizenmeisterin ihres Klosters bestellt, und musste mit 25 Jahren das Amt einer ständigen Priorin übernehmen. Ab Februar 1542 fiel sie wöchentlich von Donnerstag Nachmittag bis zum nächsten Morgen in Ekstase.
Mit dem hl. Philippus Neri stand K. in stetem Briefwechsel, ohne ihn zu kennen. Der leidende Heiland war ihre liebste Betrachtung. Katharina starb nach langem Leiden am 2. Februar 1589, Lichtmesstag, im Alter von 67 Jahren. 1732 wurde sie von Papst Clemens XII. selig- und 1746 von Benedikt XIV. heiliggesprochen. Er verlegte ihr Fest auf den 13. Februar. Ihr Gedenktag ist der 2. Februar, im Dominikanerorden der 4. Februar.

Lit.: Sandrini, Domenico Maria: Vita di Santa Caterina de‘ Ricci, Nobile Fiorentina, Monaca professa nel Monastero di San Vincenzio di Prato dell‘ Ordine di San Domenico Descritta dal Padre Fr. Domenico Maria Sandrini dell’istesso Ordine. Florenz: Francesco Moucke, 1747.
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