Katatonie

(Griech., Anspannung von Kopf bis Fuß), verhaltensbezogenes und psychomotorisches Syndrom, das als Begleiterscheinung auftreten kann, aber auch als Ursache oder Folge von psychischen Erkrankungen wie schweren Depressionen, Manien, bipolaren affektiven Störungen und vor allem katatoner Schizophrenie, von Stoffwechselstörungen, nach dem Konsum von Alkohol und sonstigen Drogen, ebenso bei Erkrankungen des Immunsystems, z.B. als neurologische Störung infolge einer AIDS-Erkrankung, im Rahmen einer Autoimmunenzephalitis oder eines malignen Neuroleptika-Syndroms.

Lit.: Franz, Michael: Katatonie: ein neues psychopathologisches Inventar zur Evaluation des Schweregrades und sein Einsatz bei einer alternativen Therapieform. Univ. Gießen, Diss. 1994.
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