Katalepsie

(Altgriech. katálēpsis, Besetzen, Erfassen, Festhalten, auch Starrsucht; lat. stupor vigilans), neurologische Störung, die sich dadurch äußert, dass aktiv oder passiv eingenommene Körperhaltungen übermäßig lange unerwünscht beibehalten werden. Die K. ist oft mit einer starken psychomotorischen Verlangsamung und einer ausgeprägten Störung des Antriebs verbunden ‒ ein Zustand, der als Stupor (früher „Starrsucht der Seelenäußerung“) bezeichnet wird.
Eine K. kann aber auch bei einer hypnotischen Trance als eines der sog. hypnotischen Phänomene auftreten oder der in Trance befindlichen Person vom Hypnotiseur gezielt suggeriert werden.

Lit.: Ebert, Dieter: Psychiatrie systematisch. UNI-MED-Verlag, 6. Aufl. 2005; Resch, Andreas: Bewusstsein, Heilung dund Mystik nach Hubert Larcher (Reihe R; 15). Innsbruck: Resch, 2019.
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