Katakombe

Mit dem Wort Katakombe bezeichnet die archäologische Terminologie einen großräumigen unterirdischen christlichen Friedhof, der durch eine enge Verflechtung von Gängen und Grabkammern gekennzeichnet ist, die intensiv für Bestattungen genutzt wurden. Die Verwendung des Begriffes zur Bezeichnung solcher antiker Monumente ist zum erstem Mal in Subiaco (Latium) gegen Ende des 10. Jh. belegt. Allerdings findet sich der Terminus ‒ in einem abgeleiteten Sinn ‒ auch schon im 9. Jh. in Neapel.
Der Begriff K. rührt von der römischen Ortsbezeichnung
catacumbas („bei den Mulden“) her, mit der im 4. Jh. ein am 3. Meilenstein der Via Appia gelegener Ort benannt wurde, der von mehreren Senken und Sandsteingruben gekennzeichnet war.

Lit.: Fiocchi Nicolai, Vincenzo//Bisconti, Fabrizio/Mazzoleni, Danilo: Roms christliche Katakomben: Geschichte ‒ Bilderwelt ‒ Inschriften. Darmstadt: Wiss. Buchges., 2002.
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