(1. Hälfte des 2. Jahrhunderts n. Chr.), Gründer der gnostisch-christlichen Gruppe der Karpokratianer, nach deren Lehre die Welt von Engeln geschaffen ist. In Rom wurden sie nach ihrer dortigen Führerin Marcellina auch Marcellianer genannt. Viele Autoren bezweifeln allerdings, ob es sich bei K. um eine historische Person handelt. Selbst wenn man seine Existenz als gesichert annimmt, wäre es schwierig, etwas Verlässliches über seine ureigene Lehre zu sagen, weil auch Irenäus seine Aussagen nicht von denen seiner Anhänger und Nachfolger trennt.
K. soll als Lehrer der Gnosis in Anlehnung an Plato die Güter- und Weibergemeinschaft gelehrt und sein Sohn Epiphanes das Ideal seines Vaters auf der Insel Kefalonia verwirklicht haben.
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