Karfreitagseier

Die am Karfreitag gelegten Eier wurden früher in einem dunklen Gefäß aufbewahrt. Sie sollten austrocknen können, aber keine üblen Gerüche verbreiten. In einigen alpenländischen Gegenden glaubte man, sie seien über ein Jahr haltbar und hätten Heil- und Schutzunktion. Früher wurden die K. im Dachgebälk aufbewahrt oder an den vier Ecken der Scheune vergraben. Kranken Tieren mischte man sie in das Futter, Kühe bekamen sie vor dem Kalben. Beim Menschen sollen K. ebenfalls Wirkung zeigen, aber nur in frischem Zustand. So bewahre ein rohes Karfreitagsei angeblich eine ganzes Jahr vor Bruchleiden.

Lit.: Becker-Huberti, Manfred: Lexikon der Bräuche und Feste. Freiburg i.Br.: Herder, 2000.
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