Käuze

So werden verschiedene Vogelgattungen und Arten aus der Familie der Eigentlichen Eulen (Strigidae) genannt. Die Differenzierung der Bezeichnungen „Eule“ und „Kauz“ ist eine Besonderheit der deutschen Sprache.
Von den K.n ist es besonders der Steinkauz, den der Volksglaube für den Todeskünder hält. Man weiß von ihm zu berichten, dass er häufig an die Fenster von Krankenstuben fliegen und durch sein Lärmen die Leute in Furcht versetzen würde. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass früher nur die Zimmer kranker oder sterbender Menschen beleuchtet waren. Und das Licht zog nicht nur Insekten an, sondern eben auch jagende Steinkäuze.
Im AT wird an drei Stellen ein Vogel mit dem hebräischen Namen kȏs erwähnt, was übersetzt soviel wie „Käuzchen“ bedeutet. Im antiken Griechenland galt der Steinkauz als Vogel der Weisheit und war Sinnbild der Göttin Athene, worauf seine wissenschaftliche Bezeichnung Athene nocturna („nächtliche Athene“) verweist.

Lit.: Bächtold-Stäubli, Hanns (Hrsg.): Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, Bd 4. Berlin: de Gruyter, 1987.
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