Intelligent Design

(Intelligenter Entwurf, intelligente Gestaltung, abgek. ID), kreationistische Auffassung, dass sich bestimmte Eigenschaften des Universums und des Lebens auf der Erde nur durch einen intelligenten Urheber erklären lassen und nicht durch einen Vorgang ohne solche Leitung, wie die natürliche Selektion. Diese Vorstellung wurde seit Mitte der 1980er Jahre von US-amerikanischen Neokreationisten entwickelt, deren führende Vertreter nahezu alle mit dem Center for Science and Culture, einer Einrichtung des christlich-konservativen Discovery Institute, in Verbindung stehen, jedoch ohne konfessionelle Bindung in der Theorie.
ID versucht vielmehr eine Antwort auf das Strukturgefüge von Welt, Mensch und Kosmos zu geben und steht auf der Ebene der Theorien von einem Weltgeist und einer anima mundi.
Nach Ansicht der Wissenschaftsgemeinde ist ID keine Wissenschaft. Sie ist aber eine Naturphilosophie.

Lit.: Gitt, Werner: Am Anfang war die Information: Herkunft des Lebens aus der Sicht der Informatik. Holzgerlingen: Hänssler-Verlag, 1994; Rammerstorfer, Markus: Nur eine Illusion? Biologie und Design. Marburg: Tectum-Verlag, 2006; Junker, Reinhard/Scherer, Siegfried: Evolution – ein kritisches Lehrbuch. Gießen: Weyel-Verlag, 6. akt. u. erw. Auflage 2006; Lennox, John: Hat die Wissenschaft Gott begraben? Eine kritische Analyse moderner Denkvoraussetzungen. Witten: Brockhaus, stark erw. Neuausg. 2011.
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