Hostie, blutende

In der polnischen Pfarrei St. Hyazinth in Legnica fiel am 25. Dezember 2013 bei der Kommunionspendung eine konsekrierte Hostie auf den Boden, die daraufhin in einen Behälter mit Wasser gelegt wurde. Anstatt sich aufzulösen, zeigten sich an ihr nach einigen Tagen rote Verfärbungen. Der damalige Bischof von Legnica ernannte eine Untersuchungskommission, die das Phänomen beobachten sollte. Im Februar 2014 wurde ein Fragment der Materie, das sich rot verfärbt hatte, abgeteilt und auf ein Korporale gelegt. Die Kommission ordnete die Entnahme von Proben und die Durchführung entsprechender Tests durch die verschiedenen zuständigen Behörden an. Nach eingehenden Prüfungen durch Experten an den Medizinischen Universitäten von Breslau und Stettin hieß es im Urteil der Gerichtsmedizin: „Im histopathologischen Bild wurden Gewebefragmente festgestellt, die Fragmente enthalten Stücke des quergestreiften Muskels (…). Das gesamte Bild (…) ist dem des Herzmuskels ähnlich (…), mit Veränderungen, die ,häufig die Agonie begleiten‘.“ Genetische Untersuchungen wiesen auf die menschliche Herkunft des Gewebes hin.
In Übereinstimmung mit den Empfehlungen des Hl. Stuhls beauftragte der Bischof am 17. April 2016 den zuständigen Pfarrer, einen angemessenen Ort für die Reliquie zur Verehrung vorzubereiten. > Blutwunder.

Lit.: Blutende Hostie (Legnica/Liegnitz, Polen, 2016). Grenzgebiete der Wissenschaft (GW) 66 (2017) 1, 81-84.
Setze ein Lesezeichen für den Permalink.