Horusstele

Im herkömmlichen Sinn eine Gruppe von Denksteinen, auf denen im hohen Relief der junge Horus als Bezwinger bösartiger Tiere dargestellt ist. Während seine Füße auf Krokodilen stehen, fassen die Hände nach Schlangen und Skorpionen, zuweilen auch nach einem Löwen und einer Gazelle. Je nach Größe der Stele finden sich noch Symbole und Figuren anderer schützender Götter. Auf der größten erhaltenen H., der sog. Metternichstele, sind es an die 250.
Aufgabe der H. war es, magischen Schutz gegen Tierbisse und Hilfe zur Heilung zu bieten. Die Vielzahl der ausdrucksstarken Bilder und Sprüche sollte die Kraft des Zaubers noch weiter stärken.
Die Mehrzahl der H.n scheint dem 4. Jh. v. Chr. und der ptolemäischen Zeit anzugehören. Vermutlich gab es sie auch in Privathäusern. Kleinere Exemplare wurden als Amulett getragen.

Lit.: Bonnet, Hans: Lexikon der ägyptischen Religionsgeschichte. Hamburg: Nikol, 2000.
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