Honorton, Charles

(* 05.02.1946 Deer River, Minnesota, USA; † 04.11.1992 Edinburgh), Parapsychologe.
H. experimentierte mit der von ihm begründeten Ganzfeldmethode, um durch Sinnesdeprivation gezielt bessere Ergebnisse in ESP-Experimenten erlangen zu können. Statt Parapsychologie bevorzugte er den Ausdruck Psychophysik, da sich sein Hauptaugenmerk in der Forschung auf die verschiedenen Bewusstseinszustände und darauf konzentrierte, wie das Gehirn unter abnormalen Bedingungen arbeitet. Wenngleich bereits an der Universität inskribiert, verließ er diese wieder und ging 1966 an das von J.B. Rhine neu gegründete parapsychologische Institut der Foundation for Research on the Nature of Man (FRNM). 1967 suchte H. Stanley Krippner und Montague Ullman am Maimonides Medical Center in Brooklyn, New York, auf und wurde dort Leiter der Forschungsabteilung für Parapsychologie und Psychophysik bis 1979; sodann bis 1989 Direktor des psychophysischen Forschungslaboratoriums an der Princeton Universität von New Jersey. Zu Forschungszwecken übersiedelte H. 1991 nach Edinburgh, wo er an einem Herzinfarkt starb.
H. hinterließ der Nachwelt zahlreiche Artikel in Büchern und diversen Fachzeitschriften.

Lit.: Ramakrishna Rao, Koneru: Charles Honorton and the Impoverished State of Skepticism: Essays on a Parapsychological Pioneer. McFarland, 1994; ders.: Charles Honorton ‒ a savant of his own kind. The Journal of Parapsychology (März 1993); Bibliografie seiner Werke. The Journal of Parapsychology (Juni 1993).
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