(Griech. homóios, gleich, gleichartig, ähnlich, und páthos, Leid, Schmerz, Affekt, Gefühl; wörtlich also „ähnliches Leiden“), alternativmedizinische Behandlungsmethode, die auf den ab 1796 veröffentlichten Vorstellungen des deutschen Arztes Samuel Hahnemann beruht.
Ihre namengebende und wichtigste Grundannahme ist das von Hahnemann formulierte Ähnlichkeitsprinzip: „Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden“ (lat. similia similibus curentur). Demnach ist ein homöopathisches Arzneimittel so auszuwählen, dass die Inhaltsstoffe der Grundsubstanz an Gesunden ähnliche Krankheitserscheinungen (Symptome) hervorrufen könnten wie die, an denen der Kranke leidet.
Dabei sei auch der „gemühtliche und geistige Charakter“ des Patienten zu berücksichtigen, wofür von Hahnemann und seinen Nachfolgern ausgedehnte Tabellen (Repertorien) erstellt wurden. Die bisher umfangreichste Untersuchung der H., das sog. Health Technology Assessment (HTA) von 2011, erbrachte nach den Regeln der Evidenzbasierten Medizin eindeutig positive Ergebnisse. Mehr als 70 randomisierte klinische Studien belegen die Wirksamkeit der H. in über 60 klinischen Indikationsgebieten im Human- und Veterinärbereich.
Damit ist die Kritik an der H. nicht schon beendet. So wurde sie in Russland 2017 verboten.
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