Hippiemystik

In den 1960er Jahren unter dem Einfluss der Gedankenwelt aus Hinduismus und Buddhismus entstandene Bewegung mit romantischen Zügen, die sich von den etablierten westlichen Religionen absetzte und von der Flower Power-Bewegung in den USA inspiriert war. Drogenerlebnisse mit dem damals legalen LSD wurden vor dem Hintergrund asiatischer Religionen interpretiert und weckten das Interesse an Mystik und Meditation. Verschiedene Pop-Gruppen (Beatles, Santana) begannen spektakulär und mehr oder weniger konsequent mit Meditationspraktiken. Einen Vorläufer hatte diese Bewegung in den Beatniks der 1950er Jahre, wo sich Gesellschaftskritik ebenfalls durch ein Interesse an nicht-europäischen Religionen artikulierte. Aus der christlichen Tradition wurde Franz von Assisi als vorbildhaft angesehen. Unter dem Einfluss der Pfingstbewegung entstanden in der Folge die Jesus People und diverse Sekten wie Children of God.

Lit.: Dinzelbacher, Peter (Hg.): Wörterbuch der Mystik. Stuttgart: Alfred Kröner, 1989.
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