Hexentanz

Gehört zu den Riten des Hexensabbats in Form ekstatischer Tänze, die wie der Bauchtanz obszöne Körperbewegungen beinhalten. Die Tänze waren ursprünglich Teil des Kultes der als Erdmutter verehrten Großen Göttin. Der früheste Hinweis auf einen erotischen Kulttanz findet sich auf einer ägyptischen Wandmalerei um 1400 v. Chr. Im babylonischen Isthar- und Tammuz-Mythos, einem Liebespaar, das den Lauf der Vegetation symbolisiert, begibt sich Ishtar in die Unterwelt, dem Reich ihrer Schwester Ereschkigal, und tanzt dort nackt, um ihren toten Gatten aus der Unterwelt zu befreien. Dieser Tanz verbreitete sich in der Folge über Griechenland und Rom nach dem Norden.

Lit.: Marc-Roberts-Team: Das neue Lexikon der Esoterik. Berlin: Schwarzkopf und Schwarzkopf, 2005.
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