Hesiod

(* Vor 700 v. Chr. vermutlich in Askra in Böotien), griechischer Dichter, der als Ackerbauer und Viehhalter lebte. Neben der Ilias und der Odyssee Homers bilden seine Werke die Hauptquellen für unser heutiges Wissen über die griechische Mythologie, Mythographie und das Alltagsleben seiner Zeit. H. gilt als Begründer des didaktischen Epos, des Lehrgedichtes, das später von den Römern, besonders von Vergil, in Anlehnung an seine Heimat Askra als Ascraeum carmen bezeichnet wurde.
Zu den Hauptwerken H.s zählen das Lehrgedicht Werke und Tage sowie die Theogonie. In Ersterem verherrlicht er die Arbeit als Hauptaufgabe des Menschen und konzipiert so eine frühe Arbeitsethik. Im Epos Theogonie schildert er in über tausend Hexametern die Entstehung der Welt und der Götter.
Seine Eoien, ein auch als Katalog der Frauen bekanntes Gedicht, ist lediglich in Fragmenten erhalten. Zudem wird ihm das Epos Schild des Herakles in 460 Versen zugeschrieben.

W.: Hesiod: Sämtliche Werke (Theogonie, Werke und Tage, Der Schild des Herakles). Deutsch von Thassilo von Scheffer. Wiesbaden: Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung (Sammlung Dieterich; 38), 1947; Hesiod: Theogonie. Werke und Tage. Griech. und dt, hrsg. und übers. von Albert von Schirnding. Zürich/Düsseldorf: Artemis und Winkler, 3. Aufl. 2002.
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