Herakles

Sohn des Zeus und der Alkmene, in der griechischen Mythologie vor allem wegen der 12 Aufgaben (Dodekathlos) bekannt, die er zu bewältigen hatte. Nach ihrer Vollbringung sprach man von den 12 Taten des H.
Bei den Griechen war H. sehr beliebt (davon zeugt u.a. der Stadtname Herakleia) und wurde als Nothelfer verehrt. Die romanisierten Kelten und Germanen identifizierten ihn mit einheimischen Göttern (Donar).
Ferner wurde H. mit einer Vielzahl von ungriechischen Göttern und Heroen gleichgesetzt; als Hercle wurde er von den Etruskern, als Herkules von den Römern übernommen.
Als Vorbild des Menschen, der durch seine duldende Leistung Unsterblichkeit gewinnen kann, ist H. früh in die Moralphilosophie eingegangen. Seine Bedeutung fand nicht zuletzt in der Ikonographie ihren Niederschlag.

Lit.: Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike. Hg. v. Hubert Cancik u. Helmuth Schneider, Bd. 5. Stuttgart/Weimar: J.B. Metzler, 1998.
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