Heim, Gerda

Geb. Straube (* 19.02.1922 Krappitz/Kreis Oppeln; † 28.10.2006, Nordheim), Ehefrau des Physikers Burkhard Heim.
Nach ihrer Gesangsausbildung trat G. H. als Konzertsängerin auf. Am 14. April 1948 lernte sie Burkhard Heim kennen, am 25. Oktober 1950 fand die Hochzeit statt. Beide konnten damals noch nicht wissen, was sie alles verbinden würde. Burkhard verbrachte Nächte an der Schreibtafel und diktierte anschließend stundenlang die kompliziertesten Inhalte samt den für Normalbürger unverständlichen Formeln, während Gerda alles in die Schreibmaschine tippte, da Heim bei einem Unfall beide Hände verloren und das Augenlicht völlig eingebüßt hatte. Ohne den unernüdlichen Einsatz von G. H. bei der mühsamen Niederschrift der Diktate von Burkhard H. und ohne ihre Obsorge 51 Jahre hindurch würde man von Heim heute kaum noch sprechen. So ist Heim zum großen Hoffnungsträger eines Weltbildes geworden, bei dem auch von nichtmateriellen Strukturen die Rede ist. Als für Burkhard H. die Zeit langsam, aber sicher zu Ende ging, standen ihm Gerda und Ingrid Hartung, die 1971 in die Familie aufgenommen worden war, rund um die Uhr zur Seite.
Nebenbei schrieb Geerda noch ihre Erinnerungen an Burkhard nieder, die 2002 unter dem Titel Erinnerungen an den Physiker Burkhard Heim gleichsam als stilles Vermächtnis an die Nachwelt vom Leben zweier außergewöhnlicher Persönlichkeiten erschien.

W.: Heim, Gerda: Erinnerungen an den Physiker Burkhard Heim. Innsbruck: Resch, 2002.
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