Hebamme. Bei den germanischen Völkern fand nach der Geburt ein Ritus statt, bei dem die Hebamme als Priesterin fungierte. Als Vermittlerin (engl. midwife) zwischen der jenseitigen und der diesseitigen Welt legte sie das Neugeborene auf die strohbedeckte Erde, um es der Erdmutter, der Holle, zu weihen. Dreimal umschritt sie das Kind und beschaute es. War es gesund, hob sie es auf ‒ daher das Wort Hebamme (ahd. hevanna, die Hebe-Ahnin). Als Verkörperung der Schicksals- und Ahnengöttin sagte sie das Schicksal voraus und belegte das Kind mit einem Segensspruch. Sie besprengte es mit dem Lebenselement Wasser oder badete es mit zauberkräftigen Ingredienzien und setzte es dann auf des Vaters Schoß. Dieser nannte das Kind beim richtigen Namen. Damit wurde es der Gemeinschaft eingegliedert.
Schwächliche, lebensunfähige oder verkrüppelte Kinder wurden nicht „aufgehoben“, sondern hinter den Zaun zurückgeschickt und ausgesetzt. Den Säugling zu vernachlässigen, galt dem Ritual zufolge als Mord.
Die heidnischen Geburtsbräuche setzten sich bis in das Mittelalter fort, weshalb die H.en im Zeitalter der Inquisition zuweilen in die Nähe der Hexen gerückt wurden.
Lokaler Suchagent
Translator
Themenkatalog
Artikel
Beati e Santi
Bücher
Burkhard Heim
Glossar: Ethik
Glossar: Paranormologie
Paranormologie
Selige Heilige
Zeitschrift: GW
Zeitschrift: ETHICAAUDIOTHEK
Resch: Predigten
Resch: Radio VatikanVIDEOTHEK
Resch: Spuk
Außerk. Erf.: Experiment
Ekstase: Marija, Medjugorje
Gemeinschaften: Umbanda
Hypnose: Zahnbehandlung
Levitation: Levitation Owaku
Spritismus: Spiritistische Sitzung
Psychokinese: Kulagina
Trance-Chirurgie: Dr. DeQueiros
Verfluchung: VoodooritualNeuere Bücher
Auch das könnte interessieren
- Geister
- Grabtuch und Schleier
- Inselbegabungen
- Kosmologie
- Leben und Tod
- Marienerscheinungen
- Mystik