Auch Felder oder Sektoren genannt, werden im Äußeren des Tierkreises auf dem Horoskopbild eingezeichnet. Im Gegensatz zu den Sternzeichen sind die H. feststehend und können unterschiedlich groß sein. Es handelt sich dabei um eine symbolische 12er-Teilung des die Erde umgebenden Raumes, ohne eine einheitliche Lehrmeinung. Die gängigste ist die dem italienischen Mönch und Mathematiker Placidus de Titis (1603-1668) zugeschriebene Methode.
Das Häusersystem fußt dabei auf dem simplen Sachverhalt, dass die Sonne von Osten nach Westen und von oben nach unten (Mittsagszeit und Mitternacht) kreist.
Da die Erde sich jeden Tag einmal um sich selbst dreht, wandert die Sonne (wie alle anderen Planeten auch) – von der Erde aus betrachtet – jeden Tag einmal durch diesen Raum. Die Spitze des ersten Hauses ist identisch mit dem Aszendenten (AC), jenem Zeichen, das zum Zeitpunkt der Geburt am Osthorizont aufsteigt. Erblickt jemand bei Sonnenaufgang das Licht der Welt, steht seine Sonne beim AC und Sonnen- und Aszendentenzeichen sind identisch.
Weitere Fixpunkte der H. sind Imum coeli (IC), Deszendent (DC) und Medium coeli (MC). Der Deszendent liegt dem Aszendenten genau gegenüber und steht in dem Zeichen, das am Westhorizont untergeht. Ein sehr wichtiger Punkt im Horoskop ist auch das MC, die Himmelsmitte. Es entspricht dem Höchststand, den die Sonne (oder ein anderer Planet im Horoskop) im Verlauf des Tages einnehmen kann. Ist also jemand um die Mittagszeit herum geboren, steht seine Sonne nahe dem MC. Das IC, die Himmelstiefe, entspricht dem tiefsten Stand, den ein Planet im Horoskop haben kann. Steht die Sonne beim IC, handelt es sich um eine Geburt um Mitternacht.
Vom AC aus wird der Raum um die Erde symbolisch aufgeteilt, so dass sich insgesamt 12 Häuser ergeben. Auf welcher mathematischen Grundlage diese Teilung stattfindet, ist eine Frage des Häusersystems.
Ferner findet eine Unterteilung der Häuser bzw. Felder in Eck-, Mittel- und Endfelder statt. Während Planeten in den Eckfeldern ihren stärksten positiven Einfluss entfalten, ist dieser in den Mittelfeldern abgeschwächt und fällt in den Endfeldern am geringsten aus. Die Häuser, die durch den Meridian und die Ost-West-Gerade in vier Quadrate unterteilt werden, werden gemäß den Felder- oder Häusertabellen interpretiert.
Der AC bestimmt die Spitze des ersten Hauses und die Himmelstiefe (IC) die des 4. Hauses. Der DC wiederum determiniert die Spitze des 7. Hauses. Die Spitze des 10. Hauses stimmt mit dem MC überein.
Die zwölf H. bilden somit quasi die Schnittstelle zwischen einer Person und der Umwelt. Befinden sich mehrere Planeten in einem Haus, dann soll die entsprechende Person in diesem Lebens- und Erfahrungsbereich besonders viele Erfahrungen und Eindrücke sammeln.
Stehen in einem Haus keine Planeten, so bedeutet dies lediglich, dass dieses Haus resp. dieser Lebensbereich nicht so wichtig ist, wie die H., in denen Planeten stehen.
Die H. selbst stellen unterschiedliche Lebensbereiche dar (ich bin, ich habe, ich denke, ich fühle u.Ä.), in denen sich die dort präsenten Tierkreiszeichen und Planeten entsprechend bemerkbar machen sollen. Diese Lebensbereiche werden der Reihe nach in symbolischer Analogie zu den Eigenschaften der Tierkreiszeichen, beginnend mit dem Widder, den H.n zugeordnet.
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