Gruenpeck, Josef

(* 1473 Burghausen, Oberbayern; ca. 1532 Steyr, Oberösterreich) Sekretär von Kaiser Maximilian I., war Priester und Magister der „Freien Künste“, außerdem medizinisch und astrologisch gebildet. Sein Buch Speculum naturalis, coelestis et propheticae visionis: omnium calamitatum tribulationum et anxietatum etc. (Erstausgabe Nürnberg 1508, mit Holzsschnitten von Wolf Traut) besteht vor allem aus Vorhersagen von Katastrophen wie Türkennot, Krieg und Kirchenzerfall aufgrund von bedrohlichen Konstellationen, Kometen und Missgeburten.

Lit.: Propheceien vnd Weissagungen. Vergangne, Gegenwertige vnd Künfftige Sachen, Geschichten vnd Zůfäll hoher vnd Niderer Stende, Den Frommen zu ermanung vnd trost, Den Bösen zum schrecken vnd warnung, biß zum ende, verkündende. Nemlich: Doctoris Paracelsi, Johan Liechtenbergers, M. Josephi Grünpeck, Joan. Carionis, Der Sibyllen vnd anderer. Frankfurt: (Egenolff), ca. 1550.
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