Ghost Club

Eine 1862 in London gegründete Organisation, die ihren Zweck in der Geisterjagd und der Erforschung paranormaler Phänomene wie Gespenster- und Spukerscheinungen sah, denen zur damaligen Zeit besonderes Interesse entgegengebracht wurde. Mit dem Tod von Charles Dickens schien sich der Club in den 1870er Jahren aufzulösen, erfuhr jedoch zu Allerheiligen 1882 durch den Spiritualisten Alfred Alaric Watts und Reverend Stainton Moses, ein bekanntes zeitgenössisches Medium, eine Neubelebung. Allerdings bezeichneten diese sich als die Originalgründer des Clubs, ohne dessen Ursprünge 1862 anzuerkennen. Zur gleichen Zeit wurde die Society for Psychical Research (SPR) gegründet, der am Anfang auch viele Mitglieder des Clubs beitraten. Während sich die SPR jedoch wissenschaftlichen Studien widmete, blieb der G. eine verschworene, geheimnisvolle Gemeinschaft, deren Mitglieder von der Existenz spiritistischer Phänomene überzeugt sind. 1886 trat Stainton Moses als Vizepräsident der SPR zurück und widmete sich stattdessen dem G.C., der sich seinerzeit monatlich traf und dies bis heute noch pflegt.
Neben diversen Untersuchungen in England werden zunehmend auch Orte in Schottland erforscht.

Lit.: Underwood, Peter: Dictionary of the Supernatural. London: Harrap Ltd., 1978; The Ghost Club: Publications by Ghost Club Members. The Ghost Club Newsletter, Sommer 2009; Ruickbie, Leo: A Brief Guide to Ghost Hunting. London: Constable & Robinson, 2013.

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