Ernte

Vielseitiger Begriff zur Bezeichnung irdischer und religiöser Inhalte. So bezeichnet E. einerseits das Einbringen landwirtschaftlicher Früchte, die für das tägliche Leben notwendig sind: „Solange die Erde besteht, sollen nicht aufhören Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht“ (Gen 8,22).
Andererseits steht E. für den „Schnitter Tod“, der seine Ernte einholt. Schließlich schlägt die apokalyptische „Stunde der E.“: „Und der, der auf der Wolke saß, schleuderte seine Sichel über die Erde und die Erde wurde abgeerntet“ (Offb 14,16).

Lit.: Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Berlin: de Gruyter, 1987; Bonnet, Hans: Lexikon der ägyptischen Religionsgeschichte. Berlin: Walter de Gruyter, 2000; Wetzel, Christoph: Das große Lexikon der Symbole. Darmstadt: Primus, 2008.
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