Eos

In der griechischen Mythologie die „Göttin der Morgenröte“ (entspricht der römischen Aurora), nach der auch das rot-grünliche Polarlicht benannt wird. E. ist die Tochter des Titanenpaares Hyperion und Theía. Ihre Geschwister sind der Sonnengott Helios und die Mondgöttin Selene. Als Gemahlin des Gestirngottes Astraios ist sie die Mutter der Winde Boréas, Eúros, Nótos und Zéphyros. Sie steigt jeden Morgen auf den von Pferden gezogenen Wagen aus dem Meer auf und fährt über den Himmel, wobei ihr Sohn Phosphóros den Weg weist und die übrigen Sterne vor ihr fliehen.
Bei der Klage um ihren vor Troja gefallenen Sohn Memnon sollen ihre Tränen als Tau auf die Erde fallen.

Lit.: Homerischer Hymnos 31 (An Helios). Goldberg, Marilyn Y.: The „Eos and Kephalos“ from Caere: Its Subject and Date. American Journal of Archaeology, vol 91 (1987) 4, S. 608; Ranke-Graves, Robert von: Griechische Mythologie: Quellen und Deutung. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2005.
Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.