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Reinalter: Wilhelm Dilthey

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REINALTER, HELMUT: Wilhelm Dilthey und die Geisteswissenschaften. Grenzgebiete der Wissenschaft (GW) 61 (2012) 4, 291 – 305

Im Rahmen des Diskurses über die Situation der Geisteswissenschaften heute haben sich interessante Ansätze ergeben. Konsens besteht darin, dass sich die Geisteswissenschaften grundsätzlich im Spannungsfeld zwischen Wissenschaftlichkeit und außerwissenschaftlicher Prätention bewegen, weil sie auch der Humanität, der Bildung und der Lebenspraxis dienen. Heute sind sie verstärkt herausgefordert, ihre gesellschaftliche Bedeutung zu begründen und ihre Leistungen nachzuweisen. Die Geisteswissenschaften können gleichsam als Kristallisationspunkt einer neuen Selbstverständigung der Wissenschaften über ihre Rolle und ihre Funktionen in der modernen globalisierten Welt verstanden werden. Prinzipiell sind sie grenzüberschreitend, transdisziplinär, integrativ und dialogisch orientiert. Sie sind humane „Reflexionswissenschaften“.
Diese Perspektiven hat bereits Wilhelm Dilthey erkannt und angesprochen. Für ihn war das Wesen des Menschen in erster Linie geschichtlich. In seiner biographischen Methode versuchte er, die einzelnen Persönlichkeiten in der Geschichte als „Kreuzungspunkt“ für Kultursysteme und Organisationen aufzufassen. Dabei war ihm besonders wichtig, die „innere Welt“ (Gemütswelt) zu erforschen. Dies war für ihn ein wichtiger Schritt zur methodischen Klärung seines Ansatzes und führte später zu seinem hermeneutischen Dreischritt von Erlebnis, Ausdruck und Verstehen.

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