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IGW - INSTITUT FÜR GRENZGEBIETE DER WISSENSCHAFT - RESCH VERLAG

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Editorial 2016

Editorial 2016

EDITORIAL 2016

Grenzgebiete der Wissenschaft

Wenn man heute einen Blick auf die Publikationen wirft, so muss man feststellen, dass im Bereich der wissenschaftlichen Bücher zunehmend kleinere Auflagen zu verzeichnen sind. Dies hat viele Gründe. Zum einen nimmt im deutschen Sprachraum wegen der demographischen Entwicklung die angesprochene Leserschaft immer mehr ab. Zum andern schwindet aufgrund der elektronischen Informationsmöglichkeiten die Lesefreudigkeit. Ein Buch in die Hand zu nehmen, ist bereits mit psychischer Anstrengung verbunden. So nehmen auch Buchgeschenke merklich ab.
Dies schlägt sich nicht zuletzt auch in der Druckbranche nieder, wo die Buchproduktion seit 2010 um 7% gesunken ist. Es wird zwar nicht weniger publiziert, doch vermehrt auf elektronischem Weg, insbesondere, was wissenschaftliche Zeitschriften anbelangt. Darüber freuen sich nicht zuletzt die Bibliotheken. Man spart Personal und Raum. Allerdings ist die elektronische Verwaltung der Daten mit nicht minder schwierigen Fragen bezüglich Speicherformate und Haltbarkeit verbunden. Außerdem ist das Lesen am Bildschirm, wie immer er auch gestaltet sein mag, für das Auge eine Herausforderung. Hier hat das Buch neben seiner haptischen Qualität auch noch eine räumliche Komponente, was sich als große Gedächtnisstütze erweist. Hinzu kommt, dass elektronisch publizierte Bücher und Zeitschriften zwar gespeichert, aber kaum gelesen werden. Hier spreche ich aus eigener Erfahrung. Natürlich werden auch die gedruckten Zeitschriften nur zum Teil gelesen. Man blättert sie aber zumindest durch und erntet dabei ein gewisses Inhaltsempfinden und vor allem ein Umfangverständnis.
Neben dieser technischen Seite von Büchern und Zeitschriften ist die inhaltliche Komponente von besonderer Bedeutung. Nachdem für geisteswissenschaftliche Themen öffentliche Zuschüsse kaum noch zu bekommen sind, es sei denn im politischen und wirtschaftlichen Themenbereich, kann auch auf dem Gebiet der Grenzgebiete nur mehr mit viel Idealismus gearbeitet werden. Es wirkt sich auch das Faktum aus, dass der Wissenschaft die wissenschaftlichen Publikationen, vor allem wenn sie mit öffentlichen Geldern subventioniert werden, frei zugänglich sein sollen und die Bibliotheken daher einzelne Zeitschriftenartikel häufig selbst verkaufen. Ein weiteres Verlagsproblem bildet die zunehmende Gepflogenheit, das gekaufte Buch gleich zum Weiterverkauf anzubieten. Das ist das gute Recht des Lesers, bedeutet für die Verlage aber einen Einbruch im Verkaufsumfang.
Aus den genannten Gründen ist es für die Verlage zur Selbstverständlichkeit geworden, sich ebenfalls der Elektronik zu bedienen. Dies nicht nur bei der Herstellung der eigenen Produkte, sondern auch in der Vermarktung. So versuchen auch wir durch unsere Homepages www.igw-resch-verlag.at und www.imagomundi.biz mit einem Webshop den Lesern und Autoren gerecht zu werden. Der ebenfalls angebotene Kurs in Paranormologie wird auch bereits in Anspruch genommen.
Was unsere neuesten Publikationen betrifft – „Heilen. Formen und Perspektiven“ und „Die Seligen Johannes Pauls II.“, Bd. 6, sind beide in Art und Inhalt einmalig und anderswo nicht zu finden.
In diesem Zusammenhang möchten wir auch auf das neue Buch von Walter Dröscher und Jochem H. Häuser, Introduction to Physics, Astrophysics and Cosmology of Gravity-Like Fields hinweisen, das die beiden Autoren in 10-jähriger Forschung mit Unterstützung des IGW herausgegeben haben, zumal die Arbeit auch das Gedankengut von Burkhard Heim in die theoretischen Darlegungen mit aufnimmt, das im Resch Verlag erschienen ist. Damit wird die zwölfdimensionale Weltsicht Heims in ein Kleid der aktuellen physikalischen Diskussion eingebaut und auf die Weltbühne gestellt, geht es dabei doch um die Wirkung nicht materieller Informationen auf die materiellen Strukturen. Damit kann nicht nur die Frage der Qualität naturwissenschaftlich aufgegriffen, sondern indirekt auch das uralte Leib-Seele-Problem angesprochen werden. Dies sei hier deshalb besonders hervorgehoben, weil dem Resch Verlag die Veröffentlichung der Werke Burkhard Heims mehr als einmal als wissenschaftlich unverantwortlich angelastet wurde.
So wünsche ich den Lesern und Autoren von GW im 65. Jahrgang auch 2016 viel Gesundheit und Freude an den Grenzgebieten.

Der Herausgeber